Messier 27, besser bekannt als der Hantelnebel, ist einer der bekanntesten und hellsten planetarischen Nebel am Himmel. Er liegt im Sternbild Vulpecula (Füchschen), rund 1.250 Lichtjahre von uns entfernt, und breitet sich über etwa 8 × 6 Lichtjahre aus.
Der Nebel entstand, als ein sonnenähnlicher Stern am Ende seines Lebens seine äußeren Hüllen ins All abstieß. Im Zentrum bleibt ein extrem heißer Weißer Zwerg zurück, dessen intensive UV-Strahlung die ausgestoßenen Gaswolken zum Leuchten anregt.
Im Bild erkennt man sehr schön die bläulichen Bereiche, die durch doppelt ionisierten Sauerstoff (OIII) entstehen, sowie die rötlichen Strukturen am Rand, die vor allem von Wasserstoff (Hα) stammen. Diese Farbunterschiede markieren verschiedene Schichten und Ausbreitungsgeschwindigkeiten der Gaswolken.
Die äußeren, schwächeren Nebelschalen, die man hier bereits andeutungsweise sieht, sind noch jünger in der Bildbearbeitung nachweisbar und zeigen, wie komplex die Dynamik der Massenauswürfe war. Insgesamt vermittelt M27 einen faszinierenden Einblick in die Zukunft unserer eigenen Sonne – in rund 5 Milliarden Jahren wird auch sie einen solchen planetarischen Nebel bilden.
- Datum: 24.09.2025
- Teleskop: Askar 140 APO mit 1x Reducer
- Kamera: Touptek 585c
- Filter: Baader Neodymium
- Belichtung: ca. 1.5h Stunden (subframes gestackt)
- Software: Siril, Topaz Denoise, GIMP