Der Mond – unser nächster Himmelskörper – zeigt sich hier in seiner vollen Pracht. Trotz seiner scheinbaren Schlichtheit gehört er zu den lohnendsten Zielen in der Astrofotografie. Diese Aufnahme entstand bei nahezu voller Phase und war mein erster gezielter Versuch, den Erdtrabanten abzulichten. Besonders auffällig sind die dunklen Mare – alte Lavabecken – sowie die hellen Strahlenkrater wie Tycho im Süden, dessen feines Auswurfmaterial sich über weite Teile der Mondoberfläche zieht. Auch kleinere Strukturen wie Rimae, feine Höhenzüge und Überlappungen lassen sich erkennen, was für eine gelungene Kombination aus Fokus, Seeing und Nachbearbeitung spricht. Der Mond wurde mit bewusst moderater Schärfung bearbeitet, um Details zu betonen, ohne die natürliche Wirkung zu verlieren. Das Ergebnis zeigt, dass auch unser nächster Nachbar beeindruckende Strukturen und Geschichten zu erzählen hat – ganz ohne Belichtungsreihen oder HDR-Technik.
- Datum: 12.04.2025
- Teleskop: Askar 140 APO mit 1x Reducer
- Kamera: Touptek 2600c
- Filter: Antlia quad Band
- Belichtung: ca. 5 besten Bilder aus 200 a 50ms, Gain 100
- Software: Siril, Topaz Denoise, GIMP