Der Orionnebel (Messier 42, M42) ist eines der beeindruckendsten und bekanntesten Deep-Sky-Objekte. Er liegt im Schwert des Orion, etwa 1.350 Lichtjahre von der Erde entfernt, und ist die nächstgelegene aktive Sternentstehungsregion. M42 erstreckt sich über etwa 24 Lichtjahre und ist eine riesige H-II-Region, in der gewaltige interstellare Gas- und Staubmassen neue Sterne formen. Seine charakteristischen rötlichen und bläulichen Strukturen entstehen durch ionisierten Wasserstoff (Hα) und reflektierendes Sternenlicht. Im Zentrum des Nebels befindet sich der junge Sternhaufen Trapezium, bestehend aus mehreren heißen, massereichen O- und B-Sternen. Diese jungen Sterne emittieren intensive ultraviolette Strahlung, die das umgebende Gas ionisiert und zum Leuchten anregt. Die starke Wechselwirkung zwischen Sternwind und interstellarer Materie formt die dynamische und komplexe Struktur des Nebels. M42 ist mit einer scheinbaren Größe von 1 Grad eines der wenigen Nebelobjekte, die bereits mit bloßem Auge sichtbar sind. Durch ein Teleskop zeigen sich unzählige Strukturen – von dunklen Staubwolken bis hin zu leuchtenden Gasfilamenten. Fotografisch eröffnet sich eine noch größere Vielfalt an Details, insbesondere bei Langzeitbelichtungen mit Schmalbandfiltern.
- Datum: 15.03.2025
- Teleskop: Askar 140 APO mit 0.8x Reducer
- Kamera: Touptek 2600c
- Filter: Antlia Quadband
- Belichtung: ca. 3 Stunden (subframes gestackt)
- Software: Siril, Topaz Denoise, Paint.net