Der Pelikannebel (IC 5070) liegt im Sternbild Schwan (Cygnus), direkt neben dem hellen Stern Deneb, und ist Teil derselben riesigen Sternentstehungsregion wie der Nordamerika-Nebel (NGC 7000).
Seine Entfernung wird auf etwa 1.800 Lichtjahre geschätzt. Mit einer scheinbaren Ausdehnung von etwa 60 × 50 Bogenminuten entspricht das am Himmel ungefähr der Größe von zwei Vollmonden nebeneinander. In Wirklichkeit bedeckt der Nebel damit ein Gebiet von rund 50 Lichtjahren Durchmesser.
Seine charakteristischen Strukturen entstehen durch dichte Staub- und Molekülwolken, die das Licht der dahinterliegenden Sterne blockieren und dadurch die markanten dunklen Konturen bilden. Das rot leuchtende Gas stammt überwiegend von ionisiertem Wasserstoff, der durch die intensive Strahlung junger, massereicher Sterne zum Leuchten angeregt wird.
Betrachtet man die Aufnahme um 90° gedreht, wird der Pelikan mit seinem langen Schnabel sichtbar, der dem Nebel seinen Namen gab. Im unteren Bereich entsteht dabei der Eindruck einer gewaltigen Kreatur mit aufgerissenem Maul – ein schönes Beispiel dafür, wie unser Gehirn in den Strukturen des Kosmos vertraute Gestalten erkennt.
- Datum: 16.08.2025
- Teleskop: Askar 140 APO mit 0.8x Reducer
- Kamera: Touptek 2600c
- Filter: Antlia Quad Band
- Belichtung: ca. 2.5 Stunden (subframes gestackt)
- Software: Siril, Topaz Denoise, GIMP