Der Rosettennebel (NGC 2237) ist eine der beeindruckendsten H-II-Regionen am Himmel. Er befindet sich im Sternbild Einhorn (Monoceros) und liegt etwa 5.200 Lichtjahre von der Erde entfernt. Mit einem Durchmesser von über 130 Lichtjahren ist er eine der größten bekannten Sternentstehungsregionen in unserer galaktischen Nachbarschaft. Im Zentrum des Nebels befindet sich der offene Sternhaufen NGC 2244, der aus massereichen, jungen Sternen besteht. Diese Sterne sind erst wenige Millionen Jahre alt und geben intensive ultraviolette Strahlung ab, die das umgebende Wasserstoffgas ionisiert und es zum Leuchten anregt. Gleichzeitig formen starke Sternwinde die typischen bogenförmigen Strukturen und Hohlräume innerhalb des Nebels. Die charakteristische rosettenartige Struktur des Nebels entsteht durch die Wechselwirkungen zwischen den Sternwinden des jungen Sternhaufens und dem interstellaren Medium. In den dichten Gas- und Staubregionen des Nebels befinden sich zahlreiche Protosterne, die sich noch im Entstehungsprozess befinden und in Zukunft zu leuchtkräftigen Sonnen heranwachsen werden. Mit einer scheinbaren Größe von fast 1,5 Grad ist der Rosettennebel am Himmel etwa dreimal so groß wie der Vollmond. Visuell ist er nur unter dunklem Himmel mit speziellen Filtern erkennbar, doch fotografisch offenbart sich seine volle Pracht – besonders in Schmalbandaufnahmen, die die leuchtenden Wasserstoff-, Sauerstoff- und Schwefel-Emissionen isolieren.
- Datum: 08.03.2024
- Teleskop: Askar 140 APO mit 1x Reducer
- Kamera: SVBony SV405cc
- Filter: Baader Skyglow Filter
- Belichtung: ca. 2 Stunden (subframes gestackt)
- Software: Siril, Topaz Denoise, Paint.net