Der östliche Schleiernebel (NGC 6992) ist Teil eines gewaltigen Supernova-Überrests, der sich über das Sternbild Schwan erstreckt. Dieses kosmische Trümmerfeld ist das Ergebnis einer Sternexplosion, die vor etwa 10.000 bis 20.000 Jahren stattfand. Der ursprüngliche Stern, der vermutlich eine Masse von mehr als 20 Sonnen hatte, beendete sein Leben in einer gewaltigen Supernova, deren Stoßwellen bis heute im interstellaren Medium sichtbar sind. Die Struktur des östlichen Schleiernebels besteht aus feinen leuchtenden Filamenten, die das von der Supernova-Explosion ausgestoßene Material darstellen. Diese leuchtenden Bögen sind hauptsächlich ionisiertes Wasserstoff (Hα) und Sauerstoff (OIII), was dem Nebel seine markante rot-bläuliche Färbung verleiht. Mit einer Ausdehnung von über 50 Lichtjahren ist der gesamte Schleiernebel ein großflächiges Objekt, das sich über etwa 3 Grad am Himmel erstreckt – sechsmal größer als der Vollmond. Der östliche Teil (NGC 6992/6995) gehört zu den hellsten Bereichen und ist bereits in mittelgroßen Teleskopen unter dunklem Himmel sichtbar. Fotografisch lässt sich die filigrane Struktur des Nebels mit Langzeitbelichtungen eindrucksvoll einfangen.
- Datum: 04.11.2024
- Teleskop: Askar 140 APO mit 1x Reducer
- Kamera: SVBony 405cc
- Filter: Baader Skyglow Filter
- Belichtung: ca. 2 Stunden (subframes gestackt)
- Software: Siril, Topaz Denoise, Paint.net